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Landesinformationen Dominikanische Republik

Hahnenkampf

Hahnenzucht
Der Hahn wird gehegt und gepflegt. Beleidigst du die Freundin eines Dominikaners droht er dir sofort Prügel an. Krümmst du seinem Hahn nur eine Feder bringt er dich gleich um.

Es wird erzählt der Hahn komme aus einer speziellen Züchtung. Das ist Quatsch. Es gibt zwar kleinere „Zuchtanlagen“, die sind aber den Superreichen vorbehalten. Diese kaufen ihre Kampfhähne auch in Mexiko.
Der Kampfinstinkt eines Hahnes ist ein Urinstinkt. Hält man zwei Hähne aus zwei verschiedenen Haushalten aneinander, dann springen sie sich sofort an. Was hier in der Dominikanischen Republik gemacht wird, ist, daß man die Hähne trainiert: Der Hahn wird ohne präpariert zu sein zu Schaukämpfen geholt damit er die Ausdauer bekommt. Dann bekommt er auch ein spezielles Futter. Das fördert den Muskelwachstum und verhindert die Fettbildung. Ein Kampfhahn besteht nur aus Muskeln und Knochen.
Bevor es nun in den Kampf geht wird der Hahn geschoren: Beine, Bauch und Rücken. Der Hahn ist fast nackt. Dann bekommt er noch Sporen angeklebt.
Jugendlicher mit KampfhahnDiese Sporen wurden u.a. aus Schildpatt hergestellt. Dies ist aber verboten. So haben sich Familien auf die Sporenzucht spezialisiert: Ein Haushahn wird auf eine Stange gesetzt und angebunden. An dieser Stange wird der Wasser und Freßnapf befestigt. Der Hahn wird mit Mais gefüttert, damit er schnell dick wird. Da der Hahn sich auf dieser Stange nicht bewegen kann, kann er sich auch den Sporen, welcher wie ein Fingernagel an der Kralle wächst, auch nicht abwetzen. Nach einigen Wochen fällt dieser Sporen dann ab. Er ist gekrümmt, innen hohl und wird jetzt noch ein wenig nachgeschliffen und dann verkauft. Diesen Vorgang kann man mit dem Hahn zwei- dreimal wiederholen. Dann ist der Sporen zu weich und kann beim Kampf nicht mehr verwendet werden. Die Sporen von Junghähnen kosten bis zu 1.000 US$ pro Stück! Der Kampfhahn benötigt ja immer zwei. Diese Sporen werden dem Kampfhahn nun angeklebt. Die Kampfzeit in den Hahnenkampf-Arenen wird vorher festgelegt. Maximal sind es zwanzig Minuten. Gibt während des Kampfes einer der Hähne auf – er rennt einfach weg – wird er wiedergeholt und muß ein zweites Mal herhalten. Beim zweiten Ausbruchsversuch wird der Kampf sofort abgebrochen, der weggelaufene Hahn hat verloren.
SporrenHalten beide Hähne die Kampfzeit über durch, wird der Sieger aufgrund eines Punktesystems ermittelt: Der Hahn der die wenigsten Einstiche hat, hat gewonnen. Die Hähne springen sich mit den Krallen nach vorne an. Da sie gerupft und rasiert sind, können diese Einstiche ganz leicht gezählt werden.

HahnenkampfZum Hahnenkampf sagt man auch „Casino des kleinen Mannes“. Kann man eigentlich nicht mehr, da die Männer nicht nur Monatslöhne sondern Autos, Häuser, ja ganze Ländereien verspielen. Und das in zwanzig Minuten.
Frauen sind übrigens in den Hahnenkampf-Arenen nicht zugelassen. So ist es in den großen Arenen im Landesinneren. In den Touristenzentren dürfen die Frauen schon hinein. Warum eigentlich? Die Männer sind ja Machos. Nur in den Arenen benehmen sie sich wie kleine Kinder: sie schreien, toben und weinen sogar. Das sollen die Mädels natürlich nicht mitkriegen.

Der Ursprung ist übrigens Indien, China und Persien im 6. Jahrh. v. Chr. In Griechenland wurde der Hahnenkampf fast überall im 19. Jahrh. verboten. Heute hat der Hahnenkampf noch in Mexiko, Dominikanische Republik, Haiti und Puerto Rico überlebt.

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Hobbys

Arbeit ist ein notwendiges Übel. Sie wird nur ausgeführt um den Hobbys nachgehen zu können.

Von dieser Warte aus gesehen kann unsereins noch etwas lernen.

Die dominikanischen Männer haben sechs (nicht Sex) Hobbys für die sie alles stehen und liegen lassen:

1. Hahnenkampf

2. Baseball

3. Rum


Rum ist das Nationalgetränk des Landes. Rum wird getrunken wie Wasser. Hergestellt wird er aus der Melasse (Abfallprodukt bei der Zuckerrohrherstellung). Geschätzter Durchschnittsverbrauch zwei Liter – pro Tag.

4. Musik

Ich glaube die Kinder lernen das Tanzen schon vor der Geburt im Mutterlaib. Absolut genial wie hier die Jungs und Mädchen ihre Hüften und Beine schwingen können.

5. Domino

Dominospielen können wir glaube ich fast alle. Die Dominikaner spielen echt gut. Sie glauben wir könnten es nicht. Also die ersten Runden gehen sicherlich auf uns. Danach sieht es schlecht aus ... Es wird oft um Geld oder Runden gespielt.

6. Frauen

Ja, auch die Frauen sind ein Hobby hier im Lande:

Ein armer Dominikaner ist mit einer verheiratet und hat noch eine Freundin nebenbei. Ein Mittelständler hat dann schon zwei oder drei Freundinnen neben seiner Ehefrau und bei einem Reichen kommt man mit dem Zählen nicht mehr hinterher.

Je mehr Geld verdient wird, um so mehr Frauen hat man. Zunächst weiß keine von der anderen. Aber irgendwann wird die Freundin schwanger. Der Mann traut sich tagelang nicht nach Hause. Aber die Lage beruhigt sich, das Kind wird dort aufgezogen wo das meiste Geld ist, und, die Frauen kommen sich mit der Zeit auch ein wenig näher.

Um all diese Hobbys mal auf einen Nenner zu bringen und das Leben hier ein wenig zu verstehen:

Man setzt sich in eine Kneipe an einen Tisch. Am Stuhlbein wird der Hahn angebunden. Man spielt Domino und schreit sich über die laute Musik die neuesten Baseball Nachrichten zu. Den vorbei flanierenden Mädchen haucht man unter einem Schluck Rum noch „hola linda, venga cá“ (komm mal rüber Süße) zu.

Das ist der Sinn des Lebens eines Dominikaners ... auch nicht schlecht!

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actualizado 04/08/07