Land & Leute Dominikanische RepublikLand & Leute Dominikanische Republik
Lernen Sie die Dominikanische Republik mit ihren liebenswerten und lebensfrohen Menschen kennen. Von A bis Z informieren wir über Kultur, Soziales, Natur, Flora und Fauna.

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Geschichte Dominikanische Rep.

Zeittafel

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Über die Zeittafel finden Sie einen kurzen Überblick der geschichtlichen Ereignisse auf der Insel Hispaniola und der Dominikanischen Republik.




  • Ca. 200 v. Chr.: bewohnten Siboney als Jäger und Sammler die Insel.
  • Ca. 200 n. Chr.: verdrängten die höherentwickelten, Ackerbau und Töpferei betreibenden, Tainos die Siboney.
  • Bis 1492: machten kriegerische Kariben mit ihren schnellen Booten den Tainos in ihrem Siedlungsversuch das Leben schwer.
  • 05.12.1492: Christoph Kolumbus betrat als erster Europäer mit seinen Mannen die Insel. Sie wurde Hispaniola (Kleinspanien) genannt. Die erste Siedlung gründete er im heutigen Haiti mit dem Namen La Navidad.
  • 06.01.1494: wurde von Kolumbus nach seiner Rückkehr nach Hispaniola im heutigen Staatsgebiet der Dominikanischen Republik die Siedlung La Isabela gegründet, nachdem er La Navidad zerstört vorgefunden hatte.
  • 1496: war das Gründungsjahr von Santo Domingo, der ersten spanischen Stadt in der Neuen Welt.
  • 1502: war Christoph Kolumbus bei der spanischen Krone in Ungnade gefallen, und man inhaftierte ihn in der Festung am Río Ozama. Neuer Gouverneur wurde Nicolás Ovando. Unter seiner Regentschaft führte man das sog. “Encomienda-System” ein, das die Tainos zur Zwangsarbeit verpflichtete.
  • 1509: wurde Diego Kolumbus, der Sohn von Christoph Kolumbus, neuer Gouverneuer. Die in den Goldminen schuftenden Tainos starben wie die Fliegen.
  • 1512: gründeten die Spanier in Santo Domingo die erste Universität in Amerika.
  • 1533: startete Taino-Häuptling Enriquillo, der Kazike von Jaragua, den einzigen größeren Aufstand der Tainos gegen die spanischen Eroberer.
  • 1542: führte der Dominikanermönch Bartolomé de las Casas einen leidenschaftlichen, aber vergeblichen Kampf gegen das Kolonialsystem, um die Ausrottung der indianischen Bevölkerung samt ihrer Kultur zu verhindern. Ausgehend vom christlichen Gleichheitsgedanken, trat er für eine gerechte Sozialordnung ein. Das Ergebnis seiner Bemühungen waren die “Leyes Neuvas” (Neuen Gesetze), die verbieten sollten, daß die Tainos bei Landvergabe als Zwangsarbeiter weitervererbt werden konnten. Die Folge war dann die Einführung der Negersklaven aus Afrika.
  • 1550: starben die letzten Tainos aus, die in dem letzten Reservat bei Azua lebten. Die Goldminen waren erschöpft. Von der Gier nach Gold getrieben, verließen viele Spanier die Insel und wandten sich dem mittel- und südamerikanischen Festland zu. Hisapniola wurde fast völlig entvölkert.
  • 1562: wurden Santiago de los Caballeros und La Vega von einem schweren Hurrikan zerstört.
  • 1586: plünderte der englische Pirat Sir Francis Drake Santo Domingo.
  • Ab 1570: wurden Negersklaven aus Afrika als Arbeitskräfte eingeführt.
  • Um 1600: machten auch andere englische und französische Seeräuber die Karibik unsicher und überfielen spanische Schiffe, die schwer beladen mit den erbeuteten Schätzen aus Mittel- und Südamerika Richtung Spanien unterwegs waren.
  • 1604: wurden die Bewohner der Nordküste auf Befehl der spanischen Krone wegen illegalen Handels mit feindlichen Mächten und Schmuggels zwangsweise in den Süden umgesiedelt.
  • 1625: setzten sich englische und französische Piraten auf der Insel fest.
  • 1673: zerstörte ein schweres Erdbeben Santo Domingo.
  • 1684: wurde die Hauptstadt erneut durch ein Erdbeben schwer in Mitleidenschaft gezogen.
  • 1697: zwang man Spanien im Frieden von Ryswijk, den Westteil Hispaniolas, der den Namen Saint-Domingue erhielt, an Frankreich abzutreten.
  • 1791: gaben die Ideale der Französischen Revolution (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) den Anlaß zum Aufstand der Schwarzen und Mulatten in Saint-Domingue. Der Anführer der Aufständischen, Francois Dominique Toussaint l’Ouverture, eroberte auch den Ostteil der Insel, das Gebiet der heutigen Dominikanischen Republik.
  • 1795: wurde im Frieden von Basel auch der Ostteil der Insel an Frankreich abgetreten.
  • 09.05.1801: proklamierte Francois Dominique Toussaint l’Ouverture die Unabhängigkeit der Insel. Das fand jedoch nicht die Zustimmung der Franzosen und der Anführer der Freiheitsbewegung wurde festgenommen. Drei Jahre später flackerten neue Aufstände unter der Leitung von Jean Jacques Dessalines auf.
  • 08.12.1804: Jean Jacques Dessalines ließ sich zum Kaiser Jakob I. von Haiti krönen. Er zwang die Franzosen zum Rückzug.
  • 1806 - 1818: Hisapniola war in einen Negerstaat und in eine Mulattenrepublik geteilt.
  • 1809: wurde Osthispaniola von den Spaniern zurückerobert.
  • 1820: Haiti war wieder in einen Negerstaat und in eine Mulattenrepublik geteilt.
  • 1822: besetzte der haitianische Präsident Jean Pierre Boyer Osthispaniola und vereinigte die Insel zu einem Staat. Dieser Zustand dauerte jedoch nicht sehr lange.
  • 1825: ließ sich Frankreich die anerkannte Unabhängigkeit Haitis durch eine so hohe Geldsumme bezahlen, dass die haitianische Wirtschaft völlig dem Ruin verfiel.
  • 1839: gründete Juan Pablo Duarte die geheime Gesellschaft “Trinitaria”, die die Unabhängigkeit von Haiti anstrebte und für eine selbständige Republik eintrat.
  • 07.05.1842: erschütterte ein Erdbeben die ganze Insel. Große Teile Santo Domingos stürzten ein.
  • 27.02.1844: erstürmten Männer des Geheimbundes “Trinitaria” die Festung von Santo Domingo und nahmen die Soldaten der haitianischen Garnison gefangen. Die Unabhängigkeit der ersten Dominikanischen Republik wurde von den Freiheitskämpfern Mella, und General Sanchez ausgerufen.
  • 1861 - 1865: suchte die Republik unter Präsident Pedro Santana eine Schutzmacht für ihren gefährdeten Bestand durch die Bedrochung von Haiti. Da England und Frankreich kein Interesse zeigten, blieb notgedrungen nur noch Spanien als Schutzmacht übrig. Das erwies sich als keine glückliche Lösung. Es brach während dieser Zeit der Restaurationskrieg gegen die “Schutzmacht” aus, bis die Spanier schließlich unter Schimpf und Schande endgültig das Land verlassen mußten.
  • 1865: wurde die zweite Republik unter Báez ausgerufen. Unter ihm kam es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen seinen Anhänger, die weiterhin wegen der inneren Schwäche des Landes den Anschluß an eine Großmacht anstrebten (USA), und nationalen Oppositionsgruppen.
  • 1870: lehnte der Kongreß der USA den Antrag von Báez ab, die Dominikanische Republik zu einem Bundesstaat der USA zu machen.
  • 1882: erlebte die junge Republik die schlimme Diktatur von Ulises Heureaux. Unter seiner Herrschaft geriet das Land in eine hoffnungslose Verschuldung gegenüber den USA. Der Schuldenberg erreichte astronomische Ausmaße.
  • 1905: übernahmen die USA die Zollhoheit der Dominikanischen Republik.
  • 1907: schloß man einen Vertrag, der wegen der hohen Verschuldung die absolute Finanzkontrolle der USA über das Land vorsah.
  • 1916 - 1924: besetzten US-amerikanische Truppen das geschwächte Land. Aufgrund der “Monroe-Doktrin”, nach der sie sich das Recht zugeschrieben hatten, Gesamtamerika vor europäischen Übergriffen zu schützen, sah sich die Supermacht USA befugt, in der Dominikanischen Republik militärisch einzugreifen. Zum anderen meinten sie sich zu diesem umstrittenen Schritt wegen der nicht zurückgezahlten Schulden legitimiert. 1924 zogen sich die US-Amerikaner wieder zurück.
  • 10.05.1924: begann die Periode der dritten Republik.
  • 1930: kam der Brigadegeneral Rafael Trujillo y Molina durch einen Staatsstreich an die Macht.
  • 1952: gab Rafael Trujillo sein Präsidentenamt an seinen Bruder Héctor Trujillo ab, im Hintegrund zog er aber weiterhin die Fäden.
  • 1960: wurde Dr. Joaquín Balaguer als Nachfolger von Trujillo eingesetzt.
  • 30.05.1961: fiel Rafael Trujillo y Molina einem Attentat zum Opfer.
  • 20.12.1962: fanden die ersten freien Wahlen statt, in denen Juan Bosch (PRD) zum ersten freigewählten Staatspräsidenten gewählt wurde.
  • 25.09.1963: wurde Juan Bosch durch einen Militärputsch gestürzt und durch ein Triunvirat unter Leitung von Reid Cabral ersetzt.
  • 24.04.1965: führte eine Offiziersrevolte den Sturz von Reid Cabral herbei, die einen Bürgerkrieg zwischen den linksgerichteten Militärs, den “Konstitutionellen”, die den legitimen Präsidenten Juan Bosch wieder an die Macht bringen wollten, und den rechtsgerichteten “Loyalisten” unter General Wessin y Wessin auslöste.
  • 28.04.1965: führten die innerdominikanischen Wirrnisse und die Furcht vor einer kommunistischen Gefahr zur militärischen Intervention der USA zugunsten des rechtsorientierten dominikanischen Militärs.
  • 19.05.1965: kam es zum Waffenstillstand und OAS-Kontrolle. Eine Übergangsregierung unter Gracía Godoy hatte große Schwierigkeit, Herr der Lage zu werden.
  • 02.06.1966: fanden Neuwahlen unter OAS-AUfsicht statt. Dr. Joaquín Balaguer (PR) wurde zum 1. Mal zum Staatspräsidenten gewählt.
  • 16.05.1970: wurde Dr. Joaquín Balaguer (PR) als Staatspräsident im Amt bestätigt. Die PRD unter Juan Bosch boykottierten die Wahl.
  • 16.02.1973: war ein Guerillakampf des Generals Caamanos Denos zum Scheitern verurteilt.
  • 16.05.1974: gewann Dr. Joaquín Balaguer (PR) zum dritten Mal die Wahl.
  • 16.05.1978: errang die bisherige Oppositionspartei PRD den Wahlsieg.
  • 16.08.1978: übernahm Antonio Guzmán Fernández (PRD) den Sitz des Staatspräsidenten. Er zeigte sich in seiner Amtszeit jedoch als nicht sonderlich reformfreudig.
  • 1979: scheiterte ein Putschversuch gegen Antonio Guzmán Fernández.
  • 16.05.1982: trug wieder die PRD den Wahlsieg unter Jorge Salvador Blanco davon.
  • 04.07.1982: warf der Tod des noch amtierenden Staatspräsidenten Antonio Guzmán Fernández einige Fragen auf. Er kam auf sehr mysteriöse Art und Weise ums Leben (Autounfall?! oder Selbstmord!?).
  • 16.08.1982: wurde Jorge Salvador Blanco )PRD) zum Staatspräsidenten gewählt. Er geriet schon bald unter den Verdacht der Korruption.
  • 1983: war der Goldbergbau noch der Devisenbringer Nummer eins der Dominikanischen Republik. Bei Cotui förderte man mit modernen Methoden im Tagebau beispielsweise Gold im Wert von ca. 500 Mio. US$.
  • 1986: trat der Tourismus an die erste Stelle der Devisenbringer.
  • 16.05.1986: errang Dr. Joaquín Balaguer (PR) zum vierten Mal den Wahlsieg. Er wurde anschließend wieder zum Staatspräsidenten gewählt.
  • 1989: kam es wegen Lohnstreitigkeiten zum Generalstreik.
  • 16.05.1990: führte Dr. Joaquín Balaguer (PR) zum fünften Mal seine Partei zum Wahlsieg, und er selbst stellte wieder den Staatspräsidenten.
  • 16.05.1994: Dr. Joaquín Balaguer (PR) ließ sich zum sechsten Mal trotz Proteste der Opposition zum Sieger der Präsidentschaftswahlen erklären.
  • 11.11.1995: kam es zu einem zweitägigen Generalstreik aus Protest gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung, zu dem Gewerkschaften, Bauernverbände und private Gruppierungen aufgerufen hatten.
  • 30.06.1996: Balaguer musste vorzeitig abtreten. (Ihm wurde Wahlbetrug bei der letzten Wahl vorgeworfen, so dass er auf seine beiden letzten Jahre im Amt als Staatspräsident verzichtete). Bei der Stichwahl zum Präsidentamt gewann Leonel Fernández Reyna, Führer der PLD, mit knapper Mehrheit vor José Francisco Pena Gomez (PRD). Fernández hatte die Unterstützung der PRSC und bildete mit dieser die “Nationale-Patriottische Front”.
  • 16.05.1998: fanden die Parlamentswahlen getrennt von den Präsidentschaftwahlen statt. Gewinner war die oppositionelle sozialdemokratische PRD. Sie erhielt 83 von 149 Mandaten im Abgeordnetenhaus und 24 von 30 Sitzen im Senat und damit in beiden Kammern die absolute Mehrheit.
  • 22.09.1998: forderte der Hurrikan “George” mindestens 267 Menschenleben. Die Regierung veranschlagte die Sachschäden in der Landwirtschaft undbei der INfrastruktur auf 1,2 Mrd. US$.
  • 2000: Die Schäden des Hurrikans sind weitgehend behoben. Bei der Präsidentschaftwahl gewinnt die PRD mit Hipólito Mejia. Die PLD verzichtete auf einen zweiten Wahlgang.
  • Januar 2004: Generalstreik aus Protest gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung, zu dem Gewerkschaften, Bauernverbände und private Gruppierungen aufgerufen hatten.
  • 16.05.2004: Leonel Fernández wird zum 2. Mal Präsident des Landes.
  • 16.05.2008: Leonel Fernández wird zum 3. Mal Präsident des Landes.
 
 
 
 
 

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