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Geschichte Dominikanische Rep.

Tainos - Ureinwohner

Beitragsseiten
Tainos - Ureinwohner
2. Einwanderung
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Arbeitsteilung
Kultur
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Kunst
Kosmogonie
Das Ende
Fotos & Infos

FotoDie Arawaks waren die ersten, die die Insel Hispaniola besiedelten. Es gab mehrere Einwanderungsgruppen in den unterschiedlichen Epochen. Die Igneris. Mehr auf Trinidad und anderen Inseln zu finden. Die Subtainos und die Tainos.

Die Arawaks kamen aus einer Heimat im Großraum von Guayana und besetzten nicht nur den ganzen Nordrand von Südamerika, sondern von dort aus auch die mittelamerikanische Inselwelt. In den letzten voreuropäischen Zeiten stand hinter diesen Vorstößen wahrscheinlich nicht nur die Suche nach neuem Pflanzland, sondern ebenso der Druck eines anderen Volkes. Das waren die sogenannten Kariben, die ebenfalls in Guayana beheimatet waren und sich später als die Arawaks, aber um so stürmischer ausbreiteten. Ihr Elan brachte sie dabei nicht nur bis an den Andenrand und entlang den Amazonasnebenflüssen weit nach Süden, sondern sie gingen im letzten Jahrhundert vor der Entdeckung auch zur Besetzung der Inseln im amerikanischen Mittelmeer über. Von Eiland zu Eiland übersetzend, führten sie einen anthropohagen Vernichtungskrieg gegen die Arawaks oder, wie sie hießen, Tainos, von denen sie Caniba genannt wurden, woher unser Wort “Kannibale” kommt.

Zeit um Christi Geburt wanderten die Tainos vom Festland ein.

Die Kariben unterbrachen die bis dahin bestehende Verbindung der Arawaks mit dem Festland. Sie griffen von Insel zu Insel über, rotteten die Männer und Kinder aus und entführten die Frauen. Auf diese Weise hatten sie 1492 bereits die Kleinen Antillen, die Inseln unter dem Wind und Teile von Puerto Rico besetzt, dagegen noch nicht Hispaniola und Kuba, Jamaica und die Bahamas, die sie nur auf ihren Raubfahrten heimsuchten.

Zu dieser völkischen Struktur gesellten sich Kultureinflüsse aus den mexikanischen Hochkulturgebieten und dem Mayaland. Wir finden deshalb in der Pflanzerkultur der Taino, vor allem auf Hispaniola und Puerto Rico, ausgesprochen hochkulturelle Züge. Möglicherweise haben wir hier das Hämmern von Flußgold hierzu zu rechnen. Guanin, eine Goldkupferlegierung (Tumbaga), importierte man aus Kolumbien, da der Handel der Taino ebenso zum Festland von Südamerika wie bis nach Yucatan und Florida reichte. Unter den Fundstücken erregen polierte und reliefierte Steinbeile die Aufmerksamkeit, fernen Menschen und tiergestaltige Götterbilder aus Holz und Stein. Die ständige Gesellschaft von Adel, Gemeinen und Sklaven wurde von erblichen Königen regiert, deren Hoheitssymbole dem Stil der festländischen Herrenkulturen entsprachen; sie unterhielten einen Hofstaat, lebten in Polygamie und wurden nach ihrem Tode mumifiziert und in Grabkammern beigesetzt. Auch die öffentlichen Verbände gehen weit über den Standard der einfachen Bodenbauvölker hinaus. Auf Hispaniola fanden sich fünf Fürsten, von denen einer bereits ein Karibe war.

Die Tainos haben den Spaniern vorgeführt, daß der feine Mann Schokolade trinkt und als Nachtisch eine Zigarre raucht. Wer waren da wohl die Wilden?

Die Tainos waren die ersten Ureinwohner, die die Europäer bei ihrer Ankunft in der “Neuen Welt” antrafen Es gibt verschiedene Theorien über die Herkunft dieser Ureinwohner. Die am meisten akzeptierte ist wohl diejenige, die davon ausgeht, daß die Antillen, d.h. die großen und kleinen Inseln des karibischen Meeres, von Bewohnern des nördlichen Teils Südamerikas bevölkert wurden. Hierbei handelte es sich um Arawak-Stämme aus dem Orinokobecken (Venezuela) und Xingu und Tapajos aus Guyana. Bereits vor Christus begannen Gruppen von Menschen den Kontinent zu verlassen, um die Inseln der Antillen zu besiedeln. Sie benutzten Kanus, die sie meisterhaft beherrschten. Die starke Strömung welcher der Orinoko in der Karibik erzeugt, unterstützte ihr Vorhaben die Antillen zu bevölkern.

Foto

Im Laufe der nächsten 12 Jahrhunderte kamen immer mehr Menschen, die sich nach und nach auf den Inseln der Karibik niederließen. Warum das Festland verlassen hatten, ist bis heute ungeklärt. Es wird davon ausgegangen, daß sie ihre Fisch und Jagdgründe erweitern wollten.

Die Muschelkultur, von den Tainos Siboney genannt (siba=Stein; eyery=Mensch), ist die älteste Kultur, die man auf den Antillen vorfindet. Die ältesten Funde werden auf 2.610 v Chr. datiert und stammen aus der Provinz Azua im Südwesten der Dominikanischen Republik. Diese Menschen waren Jäger und Sammler. Sie lebten in Höhlen und ließen sich an Flüssen und Küsten nieder, ernährten sich von Fisch, Meerestieren und Obst. Sie kannten weder Landwirtschaft noch Keramik, bearbeiteten jedoch schon Steine.

Die zweite Entwicklungsstufe bezeichnet man Igneri. Diese Kultur hing mit einer weiteren Auswanderungswelle der Arawaks auf dem Festland zusammen. Diese Stämme ließen sich auf den kleinen Antillen sowie auf zwei der großen – Haiti und Borinquen (Hispaniola und Puerto Rico) – nieder. Diese arawakischen Siedler begannen nun Landwirtschaft zu betreiben und stellten Keramik her.

Die aber größte Verbreitung arawakischer Stämme in der Karibik begann um 100 nach Chr. Diese dritte Entwicklungsphase war die Taino-Kultur, auch Abstammung der Arawak-Indianer. Sie besiedelten nun auch weiter entfernt liegende Inseln wie Kuba, Jamaika und die Bahamas.

Während dieser Zeit vollzog sich die kulturelle Unabhängigkeit der Insel-Arawaks. Für die Antillen kann schon von einer eigenständigen Kultur gesprochen werden. Hier auf Hispaniola erreichte die Taino-Kultur ihre höchste Entfaltung und war sogar fortgeschrittener als die Kultur der Festland-Arawaks.



 
 
 
 
 

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