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Kolumbus startet seine Reise ...

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Kolumbus startete seine Reise von Palos über die kanarischen Inseln mit drei recht und schlecht zusammengeschusterten Schiffen und knapp 100 Mann Besatzung am 3. August 1492.

Nach 36 Tagen und ca. 4.500 km am inzwischen berühmt gewordenen 12. Oktober wirklich Land ausrufen lassen. Es wurde auf den Bahamas angelegt, welche der Inseln es war, ist eigentlich unwichtig. Wichtig ist, dass Kolumbus seine Theorie beweisen konnte immer nach Westen, fällt man nicht über den Rand, sondern kommt nach Asien direkt - logischerweise. Kolumbus hatte damit gewonnen, der Beweis als solcher war erbracht, sein Name unsterblich geworden und alles andere erst mal egal.
Die Mannschaft stand noch Tage vorher kurz vor einer Meuterei, und die Situation, speziell in Sachen Verpflegung auf den magerst ausgerüsteten Schiffen war grausam. Man wollte nur noch einige Pflichtübungen machen, frisches Wasser und Proviant finden und ab nach Hause, um die Bombe platzen zu lassen.

Einige Inseln wurden noch im Schnellverfahren für die spanische Krone in Besitz genommen, dann war es endlich Zeit und die Schiffe drehten wieder Richtung Heimat.
Von Kuba kommend sah man am Nikolaustag dann "das Schönste was das menschliche Auge je gesehen hatte", die Insel Hispaniola. Kolumbus erforschte gezwungenermaßen langsam die Nordküste Hispaniolas, denn die damaligen Schiffe konnten nicht gut gegen den Wind segeln und dann noch gegen die Strömung.

Da passierte das Malheur am Weihnachtsabend, da angeblich nur der Schiffsjunge am Steuer stand, lief das Flaggschiff die Santa Maria auf eine Sandbank und mußte aufgegeben werden. Die Stelle etwas östlich von Cap Haitien im heutigen Haiti wurde La Navidad genannt und die Spanier wurden freundlich von den Tainos empfangen.
Die einheimischen Indios halfen mit ihren Einbäumen soviel wie möglich aus dem Wrack der Santa Maria zu bergen und aus den Resten Unterkünfte zu bauen, da die Niña, das zweite Schiff nicht alle Besatzungsmitglieder aufnehmen konnte. Das dritte Schiff, die Pinta, war zu diesem Zeitpunkt auf einem anderen Kurs. So mußten 39 Mann zurückbleiben. Kolumbus fiel ein Stein vom Herzen, dummerweise war es kein Gold, aber er hatte einen Grund nach Hispaniola zurückzukehren.

Kolumbus verließ La Navidad und versprach in einem Jahr wiederzukommen, und hielt sein Versprechen fast auf die Woche genau.
Auch benahmen sich die eingeborenen halbnackten Wilden ganz freundlich und hilfsbereit, es konnte also kein zu hartes Los für die auf der Insel geblieben 39 Mann sein.
Die wirklichen Wilden waren allerdings die rauhen spanischen Seeleute, seit fünf Monaten ohne Frauen, die Gier nach Gold, das ungewohnte Klima und Essen, Verständigungs- und interne Kompetenzschwierigkeiten. All das ließ die Laune der gutmütigen Tainos bald in Aggression umschlagen.

Als Kolumbus dann mit 17 vollbeladenen Schiffen, die alles an Bord hatten um eine Kolonie zu schaffen, wiederkam, waren seine 39 Mann nicht mehr am Leben. Zwei Indianerhäuptlinge Guacanarix und Caonabo hatten dem tierischen Treiben der 39 Mann ein Ende bereitet.
So segelte Kolumbus auf der Suche nach Gold in östlicher Richtung weiter. Nochmals 21 Tage gegen Wind und Strömung (für nur 80 km Luftlinie) und die 1.200 Mann Besatzung auf den Schiffen standen kurz vor einer Meuterei. Fast dreieinhalb Monate hatten sie schon ausgehalten im Gestank von Exkrementen der Tiere an Bord, faulem Wasser und fauler krabbelnder Verpflegung, der verdammten Schaukelei, den verschwitzten Menschenleibern, der Kakerlaken, Ratten, Flöhen und Wanzen.
So entschloß sich Kolumbus in der nächsten einigermaßen geschützten Bucht an Land zu gehen. Er nannte diese Stelle zu Ehren der spanischen Königin La Isabela. Somit war der erste geplante Siedlungsversuch der Neuen Welt, in den ersten Januartagen des Jahres 1494 getan und das Ende der Ureinwohner besiegelt.
In der Bucht von La Isabela mündete ein Fluß mit glasklarem Wasser, eine leichte Anhöhe und Wälder waren vorhanden. Optimale Vorraussetzungen, um eine Ortschaft zu gründen. Der Ort wuchs schnell, aber fast schneller noch wuchs der Friedhof: Fieber, Gelbfieber und die Reibereien mit den Indios ließen den Ort nicht zur Ruhe kommen. Dann kamen noch mehrere Feuersbrünste und Hurrikane dazu, und so entschloss sich Bartholomé Colon 1496 mit den gesündesten Männern durch die Insel zu ziehen und im Süden am Ostufer des Ozama La Nueva La Isabela zu gründen, daß im Jahre 1502 wiederum von einem Hurrikan zerstört wurde und am Westufer der Ozamamündung als Santo Domingo neu aufgebaut wurde.

 

 
 
 
 
 

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