
Der Anti-Haitianismus ist sehr stark ausgeprägt. Dies ist vor allem auf geschichtliche, kulturelle und politische fundamentale Ereignisse - welche die dominikanische und haitianische Bevölkerung betreffen - zurückzuführen.
Beide Länder, da sie sich auf der selben Insel befinden, haben eine gemeinsame Vergangenheit. Dessen ungeachtet, mögen sie sich nicht. Angefangen hat dies, als die Franzosen Spanien verpflichteten zunächst die Bodenschätze und später dann durch den internationalen Vertrag festgelegt, die Ostseite der Insel an Frankreich abzugeben. So entwickelten sich, wie selbstverständlich, zwei unterschiedliche Mentalitäten, mit unterschiedlicher Entwicklung.
Seit Anfang des 17. Jahrhundert entwickelten sich auf der Insel Santo Domingo zwei verschiedene Völker.
Die Westseite der Insel war in Besitz der Franzosen, angebaut wurde vor allem Zuckerrohr. Auf diesen Plantagen arbeiteten aus Afrika eingeführte Sklaven. Eine der reichsten Gegenden der Erde zu diesem Zeitpunkt.
Im Ostteil der Insel entwickelt sich eine kapitalistische Gesellschaft mit Viehzucht unter den Spaniern. Beide Seiten entwickeln sich trotz der sozialen und politischen Unterschiede. Wirtschaftlich waren beide Länder auf einander angewiesen. 1804 wurde Haiti unabhängig. Vorher schon gab es in mehreren französischen Kolonien Unruhe. Im Vertrag von Basel 1801 gehörte der Westteil ja schon den Franzosen, so pochten die Haitianer 1804 auf ihr Recht: Louverture im Jahre 1801 und Dessalines kurz darauf. Dieser beharrte auf den Anspruch Frankreichs "ist den Franzosen" womit ohne Zweifel einer der Gründe der Feindschaft beider Rassen gelegt wurde.
Erst 1821 begannen die Dominikaner sich zu ersten Mal als Nation zusammen zu tun.
Auch die Hautfarbe spielt eine entschiedene Rolle. Eines der Hauptschauplätze war das Massaker 1937 unter Trujillo, wobei mehr als 10.000 Haitianer umgekommen sind und das wegen einem Wort: „Perejil“. Auf deutsch heißt dieses Wort Petersilie. Die Haitianer können das „r“ und „ji“ nicht so perfekt aussprechen wie die Dominikaner. Viele Dominikaner sind negativ gegen die Haitianer eingestellt.
Ein anderer Grund ist die „billige“ Arbeitskraft. Die Haitianer arbeiten nicht nur auf den Zuckerrohrplantagen, sondern auch im Bauwesen, Strassenbau und in den Haushalten der dominikanischen Bevölkerung. Die haitianische Arbeitskraft ist um die Hälfte billiger wie die dominikanische.
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Quellennachweise / Fotonachweise
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